Münsterlandes
Ammonit Hoplitoplacenticeras dolbergense
Fossilien der Oberkreide
aus dem Raum
Beckum, Ennigerloh und

           Vorhelm
Im Altkreis Beckum ermöglicht die
seit über 130 Jahren ansässige
Zementindustrie in den zur Kalkstein-
gewinnung angelegten Steinbrüchen
das Finden und Sammeln von Fossilien.
Aufgeschlossen sind hier im Obercampan vornehmlich die Beckumer und Vorhelmer Schichten, die in ihren bereits von Steinkühlern benannten Bankungen hin und wieder manch schönes "Stück" liefern.
Ein ausführlicher Bericht mit einem umfassenden Spektrum von
Fossilfunden aus dieser Region, verfasst von Thomas Stuwe, ist in
Heft 4 ( Juli/August 2000 ) der  Zeitschrift für Hobbypaläontologen
FOSSILIEN ( Goldschneck-Verlag ) abgedruckt und zur vertieften
Einsicht sehr zu empfehlen.
Eine Kurzfassung:
Vor etwa 75 Millionen Jahren lag das Münsterland als Teil eines größeren Urmeeres auf unserem Globus im mediterranen Raum etwa auf der Höhe des heutigen Neapel. In dieser Zeit entstanden die Beckum- und Vorhelm-Schichten als küstenferne Meeresablagerung der Oberkreide-Zeit in Verbindung mit Schlammströmungen und Rutschungen durch starke tektonische Aktivitäten.
Es gibt zwar zahlreiche Steinbrüche zwischen Beckum und Ennigerloh jedoch ist die Fossilführung, abgesehen von der Mikrofauna, vergleichsweise spärlich. Geduld, Ausdauer und Glück sind drei wichtige Grundpfeiler des Sammelerfolges.
Ammoniten sind artenreich vertreten, dabei recht häufig die stabförmigen unspektakulären Baculiten. Vollständige Exemplare von Riesenammoniten bis zu 80 cm Durchmesser sind selten und in den Vorhelm-Schichten oft stärker deformiert.
Aber nun möchte ich eine Auswahl der schönsten Exemplare, die sich in mehr als 20-jähriger Sammeltätigkeit eingefunden haben, präsentieren :
Patagiosites stobaei  ( D= 56 cm )
W I L L K O M M E N
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